Fünf Tage, auf die Bopfingen das ganze Jahr wartet.
Ipfmessfieber. Jeder in Bopfingen weiß sofort, was damit gemeint ist.
Plötzlich dreht sich alles nur noch um die Mess‘. Man schreibt den Freunden, verabredet sich für das Festzelt, freut sich auf das erste Ipfmess-Bier oder auf ein frisch gezapftes Märzen im Benedikter Biergarten. Man spricht über den Festumzug, die Bands, das Feuerwerk – und darüber, wen man dieses Jahr endlich wieder trifft.
Dann ist er da. Der Moment, auf den alle gewartet haben.
Bürgermeister Dr. Gunter Bühler hebt den Schlegel. Im Festzelt „Zum Senz“ wird es für einen Augenblick ruhig. Eins. Zwei. Drei. Vier. Fünf Schläge. Dann sitzt der Zapfhahn, das erste Ipfmess-Bier fließt, die Stadtkapelle spielt ein „Prosit“ und tausende Menschen stoßen gemeinsam auf den Beginn der 214. Ipfmesse an.
Spätestens jetzt gibt es kein Halten mehr: Es ist wieder Mess‘.
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Ein Volksfest, das Generationen verbindet
Fünf Tage lang ist Bopfingen Treffpunkt für die ganze Region. Auf dem Festgelände herrscht reges Treiben. Familien schlendern über den Vergnügungspark, Kinder drehen ihre ersten Runden mit den Fahrgeschäften, Besucher bummeln durch die Gewerbeausstellung und überall begegnet man bekannten Gesichtern. Die Ipfmesse ist weit mehr als ein Volksfest. Sie ist ein Ort des Wiedersehens. Hier treffen sich Freunde, Familien, Vereine und ehemalige Kollegen. Menschen, die sich oft nur einmal im Jahr sehen – und genau deshalb die Mess‘ kaum erwarten können. Genau das macht ihren besonderen Charakter aus.
Zwei Biere. Zwei Treffpunkte.
Für viele Besucher beginnt die Ipfmesse mit einer frisch gezapften Maß Ipfmess-Bier. Das Festbier wird eigens für die Ipfmesse im Fürst Wallerstein Brauhaus gebraut. Mit 13,6 Prozent Stammwürze und 5,5 Prozent Alkohol steht es für vollmundigen Geschmack und jahrzehntelange Brautradition. Schon Wochen vor der Eröffnung wird bei der Bierprobe über Farbe, Schaumkrone und Geschmack gesprochen – bis schließlich der große Moment kommt und die erste Maß ausgeschenkt wird.
Im Festzelt „Zum Senz“ wird das Ipfmess-Bier zum Mittelpunkt unzähliger Begegnungen. Hier wird gemeinsam gegessen, angestoßen, gelacht und gefeiert.
Wer die entspannte Biergartenatmosphäre bevorzugt, findet im Benedikter Biergarten seinen Platz. Unter freiem Himmel wird dort frisch gezapftes Fürst Wallerstein Märzenbier vom Fass ausgeschenkt – der ideale Treffpunkt zwischen Vergnügungspark, Gewerbeausstellung und Festzelt oder einfach für einen gemütlichen Sommerabend mit Freunden.
Musik, Tradition und gelebte Heimat
Die Ipfmesse lebt von ihren Traditionen. Der feierliche Fahneneinmarsch eröffnet das Volksfest. Es folgen der große Festumzug, die Bauernkundgebung, der Pressefrühschoppen und der ökumenische Gottesdienst – Programmpunkte, die seit vielen Jahren fest zur Ipfmesse gehören und zeigen, wie eng das Volksfest mit der Region verbunden ist. Wenn am Abend das Höhenfeuerwerk den Himmel über Bopfingen erleuchtet, richten sich tausende Blicke in Richtung Ipf. Einer dieser Momente, die jedes Jahr aufs Neue für Gänsehaut sorgen.
Und im Festzelt geht das Feiern weiter. Mit Die Bande, Mountain Crew, Rockspitz und Albfetza stehen bekannte Live-Bands auf der Bühne und sorgen Abend für Abend für beste Stimmung. Es wird mitgesungen, getanzt und geschunkelt bis tief in die Nacht.
Die schönsten Erinnerungen stehen in keinem Programmheft
Natürlich lebt die Ipfmesse von ihrem abwechslungsreichen Programm. Aber das, woran man sich später erinnert, passiert oft ganz nebenbei. Wenn man zufällig alte Freunde trifft. Wenn am Nebentisch plötzlich gemeinsam gesungen wird. Wenn aus „Wir trinken nur eine Maß“ ein langer Sommerabend wird. Vielleicht ist genau das das Geheimnis der Ipfmesse.
Nicht die Fahrgeschäfte. Nicht das Festzelt. Nicht einmal das Festbier. Sondern die Menschen, die sie Jahr für Jahr mit Leben füllen. „Die Ipfmesse ist ein Stück Heimat. Sie verbindet Generationen, Vereine und Menschen aus der ganzen Region. Genau dieses Miteinander macht sie seit Jahrzehnten zu etwas ganz Besonderem“, sagt Carl-Eugen Prinz zu Oettingen-Wallerstein.
Bis zum nächsten Ipfmessfieber
Nach fünf Tagen kehrt langsam wieder Ruhe auf dem Festgelände ein. Die Fahrgeschäfte bauen ab. Im Festzelt werden die letzten Bierbänke zusammengestellt. Auch im Benedikter Biergarten werden die letzten Maßkrüge gespült. Was bleibt, sind Geschichten, über die man noch lange spricht. Erinnerungen an Begegnungen, Musik, gemeinsame Stunden und ein Volksfest, das Jahr für Jahr Menschen zusammenbringt.
Und wer den Sommer noch ein wenig verlängern möchte, muss Bopfingen gar nicht verlassen: Bei den Summer Vibes geht das Feiern schon bald weiter – mit Livemusik, entspannter Atmosphäre und einem kühlen Bier aus der Region.
Denn kaum ist die Ipfmesse vorbei, beginnt sie schon wieder: die Vorfreude auf das nächste Ipfmessfieber.